BEWEGUNG

  x
  Kevin Healy,
Shane Hoey,
Alexander Kunz
Verlegung des
Bloomsday 2004

Literaturmanifest
der Stuckisten

 

Erklärung zur
Verlegung des Bloomsday 2004 von Dublin nach Köln

Gestern am 17.03.2001 fanden sich Kevin Healy, Shane Hoey und Alexander Kunz nebst Freundinnen zur feierlichen Betrinkung anläßlich des St.Patrick´s Day im Zentrum Kölns zusammen. Gegen 2 Uhr morgens, indessen schon der 18.03.2001, beschlossen die drei Unterzeichner dieser Erklärung, den schönsten aller Gedenktage, den Bloomsday, der alljährlich in Dublin in memoriam des großartigen Meisterwerkes von James Joyce, namentlich "Ulysses", gefeiert wird, für alle hier lebenden Iren und Joyce-Freunde, auch in Köln stattfinden zu lassen. Und dies zum ersten Mal am 16.Juni 2004, dem 100. Bloomsday. Der Bloomsday in Dublin bleibt freilich durch diese Parallel-Veranstaltung unangetastet. Wir verlangen auch nicht, daß namhafte Persönlichkeiten des kulturellen Lebens und führende Politiker der Republik Irland, ihr Heimatland am 16.Juni 2004 verlassen, um hier mit den zahlreichen irischstämmigen Bürgern der Stadt Köln, den Feiertag zu zelebrieren. Vielmehr fordern wir, daß diese in Dublin bleiben und dort Joyce und seinem Werke die ihm gebührende Ehre zuteil werden lassen. Derweil werden wir, die Unterzeichner dieser Erklärung, dafür sorgen, daß auch Köln und seine honorigen Bürger teilhaben dürfen an diesem wahrhaft großen Tag. Kevin Healy, Shane Hoey und Alexander Kunz rufen die Bürger Kölns dazu auf, schon jetzt tatkräftig an der Vorbereitung dieses Festes mitzuwirken und die Verlegung des Bloomsday nach Köln publik zu machen. Es wird eine schönes Fest werden. An verschiedenen Orten, meist Kneipen und Pubs, werden wir aus dem famosesten aller Bücher rezitieren. Es wird Unmengen an Bier, gebratenen Kalbsnierchen und anderen Leckereien geben und einige exquisite Joyce-Kenner werden "Ulysses" lesend durch die Stadt ziehen. Und unser größtes Anliegen ist es, die im "Ulysses" vorkommenden Orte als Äquivalent in Köln aufzufinden, um dort das Fest steigen zu lassen, daher sprechen wir von "Verlegung". Der Neo-Realismus ist ein Verrat an der Moderne. Lang lebe James Joyce.

Wir freuen uns jetzt schon

Alexander Kunz
Shane Hoey
Kevin Healy

oben